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             Großfeuer bei London unter Kontrolle

      

     In der Nähe von London lodert einer der größten Brände der Nachkriegszeit seinem Ende entgegen. Ein Unfall wird als Ursache genannt

      London - Rund 20 Stunden nach mehreren Explosionen in einem Treibstofflager bei London hat die Feuerwehr das Großfeuer unter Kontrolle bringen können. In den fr¨¹hen Morgenstunden wollten die mehr als 150 Einsatzkräfte versuchen, den Brand mit einer Decke aus Schaum zu löschen, sagte eine Polizeisprecherin.

      Die Feuerwehr bezeichnete den Brand als einen der größten in Europa in Friedenszeiten. Die Ursache der Explosion des Lagers nördlich von London war unklar. Die Polizei vermutet jedoch einen Unfall. Ihr zufolge ging die schwere Detonation aber noch glimpflich aus. Insgesamt wurden 43 Menschen verletzt, davon eine Person ernsthaft. Der stellvertretende Regierungschef John Prescott war am Sonntagabend an den Brandort gereist und hatte die Arbeit der Einsatzkräfte gelobt.

      Noch vor Tagesanbruch am Sonntag war das Depot Buncefield von einer Serie gewaltiger Explosionen ersch¨¹ttert worden. Fensterscheiben in der Umgebung gingen zu Bruch und das Großfeuer brach aus. Die Explosionen waren bis zu 160 Kilometer weit zu hören. Sie hatten zunächst bei vielen Furcht vor neuen Anschlägen ausgelöst. Auch Stunden später stieg noch immer dicker Qualm mehrere Dutzend Meter hoch in die Luft. Im nahe gelegenen Flughafen Heathrow waren wegen der Rauchsäulen einige Fl¨¹ge verzögert.

      Über Buncefield werden Benzin und andere Treibstoffe f¨¹r einen großen Teil von S¨¹dost-England verteilt. Das Lager liegt in der Nähe des Ortes Hemel Hempstead. Betrieben wird es von den Ölkonzernen Total und Texaco. Experten gingen nicht davon aus, daß die Explosion des Lagers die Versorgung mit Treibstoff unterbrechen wird. WELT.de

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      Quelle: welt.de 12.12.2005