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Harbin hat wieder fließendes Wasser |
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Nach Chemieungl¨¹ck in China Die Bewohner der von einem Chemieunfall betroffenen chinesischen Millionenstadt Harbin d¨¹rfen nach f¨¹nf Tagen erstmals wieder Wasser aus der Leitung trinken. Nach Angaben der Behörden gibt es keine chemischen R¨¹ckstände mehr. Zuvor hatte ein Teppich aus giftigem Benzol und Nitrobenzol auf dem Fluss Songhua die Stadt Harbin passiert - daraufhin hatten die Behörden das Wasser abgestellt, um Vergiftungen zu vermeiden. Provinzgoverneur Zhang Zuoji nahm demonstrativ den ersten Schluck Leitungswasser, um die Menschen von der Qualität zu ¨¹berzeugen. In der Anfangsphase werde die Versorgung noch nicht durchgehend sein, berichtete die Regierung der Provinz Heilongjiang nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. In Zeiten mit hohem Verbrauch am Morgen und Abend soll allerdings ausreichend Wasser zur Verf¨¹gung stehen. Bevor wieder die volle Kapazität erreicht werde, m¨¹ssten noch Prioritäten gesetzt werden. Autowaschanlagen und Badehäuser d¨¹rften noch nicht wieder Wasser benutzen. Wen kritisiert Politik der Vertuschung Ministerpräsident Wen Jiabao hatte bei seinem Besuch in Harbin angek¨¹ndigt, die Verursacher des Chemieunfalls zur Verantwortung zu ziehen. Indirekt kritisierte der Regierungschef auch die Vertuschung durch die zuständigen Behörden. Erst Tage nach der Explosion eines Chemiewerks in der Nachbarprovinz Jilin waren die Einwohner gewarnt worden. Am Freitag hatte die chinesische Regierung erstmals zugegeben, dass der Fluss Songhua durch rund hundert Tonnen Benzol und Nitrobenzol verunreinigt worden war. China entschuldigte sich inzwischen bei Russland, das durch den Chemieunfall in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Der Songhua passiert die Grenze zu Sibirien in der Region Birobidschan. Die chinesische Regierung bedauere die möglichen Schäden, die Russland durch das Ungl¨¹ck zugef¨¹gt w¨¹rden, sagte Außenminister Li Zhaoxing dem russischen Botschafter Sergej Rasow laut Xinhua. Li habe Rasow ¨¹ber die Lage in der Region und die Schadstoffwerte informiert. Quelle: Tagesschau 27.11.2005
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