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Die
Nasa plant eine spektakuläre Aktion zur Rettung des Hubble-Weltraumteleskops.
Roboter sollen das Fernrohr, dessen Schicksal noch vor Kurzem besiegelt
schien, im All reparieren. Bis Mitte Juli will die US-Raumfahrtbehörde
Machbarkeitsstudien einholen.
Die Pläne
der Nasa hatten einen Proteststurm entfacht: Das Hubble-Weltraumteleskop,
von vielen Forschern als erfolgreichstes Wissenschaftsprojekt der
Raumfahrtgeschichte gefeiert, sollte bis spätestens 2008 in der
Erdatmosphäre verglühen. Die für 2006 geplante Reparatur durch
Astronauten, so die Argumentation der Nasa seit dem Absturz des Space
Shuttles "Columbia" im Februar 2003, sei zu gefährlich.
Wenn im Jahr 2007, spätestens aber 2008 die Batterien versagen, werde
man das Teleskop kontrolliert abstürzen lassen - basta.
Wissenschaftler, Politiker und selbst Astronauten
hatten die Entscheidung vehement abgelehnt. Bürger schrieben Tausende von
Petitionen an die Nasa, und selbst Abgeordnete des US-Kongresses übten
Kritik. Das Trommelfeuer hatte offenbar Erfolg: Die Nasa schmiedet Pläne
zur Rettung des Weltraumteleskops, wie Direktor Sean O'Keefe am
Dienstagabend bei einer Tagung der American Astronomical Society in Denver
bekannt gab.
Roboter sollen die neuen Batterien installieren, die
eigentlich von Astronauten während eines Weltraumspaziergangs ersetzt
werden sollten. Er sei optimistisch, dass das 14 Jahre alte Teleskop auf
diese Weise zu retten sei, sagte O'Keefe. Die rund 1000
Konferenzteilnehmer reagierten auf die Nachricht mit kräftigem
Applaus.
Bereits bis Mitte Juli will die Nasa Vorschläge für
den Roboter-Einsatz einholen. "Die Zeit drängt", betonte
O'Keefe. "Wir werden nicht den ganzen Sommer herumsitzen, ehe wir tätig
werden." Dies sei der "erste Schritt in einem langem Prozess, um
die besten Optionen zur Rettung von Hubble zu beleuchten".
Das Hubble-Teleskop ist eine der bislang
erfolgreichsten Investitionen der Raumfahrtgeschichte und hat seit 1990
mehr als 100.000 Fotos aufgenommen, die zum Teil zu wichtigen Entdeckungen
führten. Wissenschaftler hatten kritisiert, dass es nach einem Absturz
von Hubble jahrelang keinen Ersatz für Beobachtungen im Bereich des
sichtbaren Lichts geben würde. Der Nachfolger von Hubble, das James-Webb-Teleskop,
wird erst 2011 von der Nasa in den Weltraum geschossen.
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