Wahl zwischen Tyrannen oder Freiheit

    Bush vergleicht Zweiten Weltkrieg und Kampf gegen den Terror. Dann reiste er in Richtung Europa ab. US-Senat bewilligt neue Gelder f¨¹r Einsätze in Irak und Afghanistan

   

Militärisch: Der Präsident salutiert

 

Militärisch: Der Präsident salutiert
Foto: AP

 

Washington  -  US-Präsident George W. Bush reist heute zu einem mehrtägigen Besuch nach Europa. Im Mittelpunkt steht die Teilnahme an den Gedenkfeiern zum 60. Jahrestag der Landung alliierter Truppen in der Normandie während des Zweiten Weltkriegs.Vor seine Abreise zog der Präsident bei einer Rede vor Angehörigen der Luftwaffenakademie in Colorado Springs Parallelen zwischen dem Kampf gegen den Terrorismus und dem Zweiten Weltkrieg. Beide Konflikte spiegelten die Wahl zwischen Tyrannen oder Freiheit wider, sagte Bush.

   Der Präsident k¨¹ndigte einen Vier-Punkte-Plan zur Fortsetzung des Kampfes gegen den Terrorismus an. Die beste Möglichkeit, die Vereinigten Staaten zu sch¨¹tzen, sei, in der Offensive zu bleiben. Terroristen d¨¹rften keinen R¨¹ckzugsort und keine Unterst¨¹tzung erhalten, sagte Bush. Die USA w¨¹rden alles tun, damit „Massenmörder¡° keine Massenvernichtungswaffen erhielten. Die Vereinigten Staaten erlaubten Terroristen auch keinen ideologischen Sieg.

    Bushs erste Station in Europa ist am Freitag Rom, wo er mit Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi, Regierungschef Silvio Berlusconi und mit Papst Johannes Paul II. zusammenkommen wird. Am Samstag trifft Bush in Paris den französischen Präsidenten Jacques Chirac und nimmt dann am Sonntag, dem 6. Juni, im Kreis zahlreicher Staats- und Regierungschefs an den D-Day-Feierlichkeiten in der Normandie teil.

   US-Senat bewilligt neue Gelder

    Kurz zuvor bewillgte der US-Senat weitere 25 Milliarden Dollar (rund 20 Milliarden
Euro) f¨¹r die Militäreinsätze in Irak und Afghanistan. Nach der einstimmigen Senatsentscheidung muss noch das Repräsentantenhaus zustimmen. Dort gibt es eine breite Unterst¨¹tzung f¨¹r den Antrag. Die Senatoren wiesen die Mittel jedoch zum Großteil festen Posten zu und ließen Bush nur freie Hand ¨¹ber 2,5 Milliarden
Dollar.

    Das Geld ist f¨¹r die ersten Monate des im Oktober beginnenden nächsten Haushaltsjahres bestimmt. Es wird damit gerechnet, dass die Regierung insgesamt mindestens das Doppelte f¨¹r die beiden Militäraktionen im neuen Haushaltsjahr beantragen wird. In diesem Jahr hatte der Kongress f¨¹r den Einsatz in Irak und Afghanistan 87,5 Milliarden Dollar bewilligt.  dpa, AP

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