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Euro steigt auf Vier-Monats-Hoch zum Dollar |
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Donnerstag
9. Oktober 2003, 10:18 Uhr Frankfurt (Reuters) -
Der Euro hat zum Dollar am Donnerstag den höchsten Stand seit knapp
vier Monaten erreicht. Gleichzeitig rutschte der Dollar erstmals seit drei
Jahren kurzzeitig unter die Marke von 109 Yen. "Am Markt herrscht trotz aller offiziellen
Dementis die Meinung, dass sich die Verantwortlichen weder in den USA noch
in Europa einer weiteren Abwertung des Dollar entgegenstellen werden",
sagte ein Händler. Die US-Regierung hatte zwar am Vortag erneut bekräftigt,
an ihrer Politik
eines starken Dollar festzuhalten. Börsianer
bezweifelten allerdings, dass die USA Maßnahmen ergreifen werde, um
den Wechselkurs des Dollar - beispielsweise durch Dollar-Käufe - zu
st¨¹tzen. Sie verwiesen in diesem Zusammenhang auf j¨¹ngste Äußerungen
von US-Präsident George W. Bush. Dieser hatte vergangene Woche auf
die Bedenken der US-Exportindustrie bez¨¹glich des aktuellen Dollar-Kurses
hingewiesen und gesagt, er werde dies in seiner Devisenpolitik ber¨¹cksichtigen.
Dies wurde von Anlegern als ein Signal zum Verkauf der US-Währung
gewertet. Ein fallender Dollar verbilligt US-Exporte. Auch von europäischer Seite erwarteten Marktteilnehmer keine Eingriffe, um eine weitere Abwertung der US-Valuta zu verhindern. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Wim Duisenberg, hatte k¨¹rzlich einen weiteren Dollar-Verfall als "unvermeidlich" bezeichnet. EURO SETZT AUFSTIEG FORT - DOLLAR FÄLLT UNTER 109 YEN Am Vormittag lag der Euro bei
1,1845/46 Dollar, nach einem Stand von 1,1817/23 Dollar bei Handelsschluss
in New York am Vortag. Gleichzeitig fiel der Dollar zeitweise auf 108,88
Yen, um sofort wieder ¨¹ber die Marke von 109 Yen zu steigen. Dies löste
Spekulationen um eine Intervention Japans aus. "Die Kursentwicklung
deutet auf einen Eingriff von offizieller Seite hin, aber ich kann das
nicht bestätigen", sagte Ökonom Derek Halpenny von Bank of
Tokyo-Mitsubishi in London. In den vergangenen Monaten hat die Bank von Japan bereits mehrfach Yen gegen Dollar verkauft, um eine weitere Aufwertung ihrer Währung zu verhindern und der exportlastigen eigenen Wirtschaft zu helfen. Ein starker Yen verteuert Ausfuhren in den wichtigen Export-Markt USA. WEITERE EURO-AUFWERTUNG ERWARTET Die technischen Analysten der
Societe Generale (Paris: FR0000130809
- Nachrichten) und
von Capital Management rechneten ¨¹bereinstimmend mit einer weiteren
Aufwertung des Euro. Beide prognostizierten prognostizierten einen Sprung
¨¹ber das bisherige Allzeithoch von 1,1932 Dollar vom Mai 2003. Die
Experten von Capital Management sagten f¨¹r diesen Fall einen Anstieg auf
bis zu 1,21 Dollar voraus. |