Union
lehnt Schmidts Plan zum Zahnersatz ab
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Die Union bemängelt, dass der Gesetzentwurf die Arbeitnehmer zu stark
belaste und so die Arbeitskosten weiter in die Höhe treibe
Berlin - Die Union will den Vorschlag von
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) zu der geplanten
Zahnersatz-Zusatzversicherung ablehnen. Darauf verständigten sich
nach Angaben aus CDU-Parteikreisen Bundesvorstand und Präsidium am
Montag in Berlin. Daraus folge, dass der Gesetzentwurf voraussichtlich im
Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat landen werde.
Die Union bemängelte, dass Schmidts Vorschlag die Arbeitnehmer zu
stark belaste und so die Arbeitskosten weiter in die Höhe treibe. Nur
durch die Senkung der Arbeitskosten insgesamt w¨¹rde der Schwarzarbeit
entgegen gesteuert. Unklar blieb, wo die Union eine Lösung des
Problems sieht.
Schmidt hatte am Freitag offiziell ihr Vorhaben auf den Weg gebracht, die
urspr¨¹nglich zusammen mit der Union beschlossene Pauschalprämie f¨¹r
den Zahnersatz ab 2005 zu kippen. Die Ministerin will jetzt einen
einkommensabhängigen Beitrag f¨¹r den Zahnersatz. Dieser soll aber
nicht mehr hälftig auch vom Arbeitgeber, sondern von den
Krankenkassenmitgliedern allein getragen werden - ebenso wie das
Krankengeld, f¨¹r das nach bisherigem Stand ab 1. Januar 2006 ein
Zusatzbeitrag erhoben werden sollte.
Schmidts Entwurf sieht nun vor, beides zu koppeln und zum 1. Juli 2005 von
den Versicherten einen zusätzlichen Beitrag von insgesamt 0,9
Prozentpunkten daf¨¹r zu erheben: 0,5 Punkte f¨¹r das Krankengeld und 0,4
Punkte f¨¹r den Zahnersatz.
WELT.de/ddp/dpa Artikel erschienen am Mo, 6. September 2004 |