|
Der Mercedes-Absatz ist wieder nicht in Schwung
gekommen. Im August blieben die Neuwagen-Verkäufe der wichtigsten
Marke von DaimlerChrysler deutlich hinter den Vorjahreswerten zurück.
Stuttgart
- Insgesamt 77.300 Fahrzeuge konnte die Mercedes Car Group (Mercedes,
Maybach, Smart) im letzten Monat verkaufen, verglichen mit dem August
vergangenen Jahres ein Rückgang um 7,8 Prozent. Bei der Marke Mercedes
gingen die Verkäufe sogar um neun Prozent auf 69.000 Neuwagen zurück.
Dagegen stieg die Zahl der verkauften Kleinwagen der Marke Smart um sieben
Prozent auf 8.300 Fahrzeuge.
Damit kam die Mercedes Car Group von Januar bis August
weltweit auf einen Absatz von 760.300 Autos, 4,7 Prozent weniger als im
Vorjahreszeitraum. Auch hier wurde der Rückgang bei Mercedes (minus
sieben Prozent) teilweise durch Zuwächse bei Smart (plus 17 Prozent)
gebremst. Das Unternehmen macht für die negative Absatzentwicklung bei
Mercedes die Modellwechsel bei drei Baureihen verantwortlich. Einen
Absatzschub erwartet der Autobauer im vierten Quartal von der neuen A-Klasse,
die am 10. September in den Handel kommen soll. Hier gibt es laut
DaimlerChrysler
bereits
über 50.000 Vorbestellungen.
Der künftige Mercedes-Chef Eckhard Cordes kündigte
neue Akzente an. "Ich halte es mit dem Sprichwort: Wer genau in die
Fußstapfen anderer passt, hinterlässt keine eigenen Spuren",
sagte der Manager dem "Handelsblatt". Weiter wollte er
allerdings nicht gehen: "Ich nehme nach meinem Antritt bei Mercedes
100 Tage in Anspruch, bevor ich mich zu meinem neuen Aufgabengebiet äußere."
Cordes schloss jedoch bereits eine stärkere Kooperation im
Motorensektor zwischen Mercedes und der US-Sparte Chrysler nach dem
Vorbild der Lkw-Sparte aus.
Der 53-jährige Manager hatte in den vergangenen
Jahren die Nutzfahrzeugsparte des Konzerns erfolgreich saniert und dabei für
eine Vereinheitlichung der Motorenfamilie gesorgt. Er löst Jürgen
Hubbert am 1. Oktober an der Spitze der Mercedes Car Group ab.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,316905,00.html
|